Verhaltenstherapie

Julia Hahn Dipl. Psychotherapeutin

Wie verläuft eine Therapie?

Der erste Schritt ist die Suche im Internet nach Psychotherapie. Die meisten meiner Patienten entscheiden sich für eine Therapie, wenn der Leidensdruck, verursacht durch emotionale Probleme, zu groß wird. „Emotionale Probleme“ sind dabei sehr weit gefasst. Sie beinhalten zum Beispiel Erscheinungen wie Burnout, Depressionen und Ängste (und noch viele mehr). Man zählt aber auch den „Mangel“ an Bewältigungsstrategien zum Bereich der emotionalen Probleme. Eine Therapie hilft dabei, sich selbst besser kennen zu lernen. Sie hilft, die eigenen emotionalen Bedürfnisse und Wünsche zu idendifizieren. Dabei setzt man sich auch mit den eigenen Ängsten auseinander. Ziel ist, gemeinsam mit dem Therapeuten, emotionale Klarheit zu schaffen und nachhaltige Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Im Idealfall wird die Therapie voll nachhaltiger Lebensfreude abgeschlossen.

Was sind die häufigsten Gründe für Therapie?

  • Burnout
  • privater und beruflicher Stress
  • Depression
  • Ängste und Phobien
  • posttraumatische Belastungsstörungen
  • psychosomatische Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Eheberatung/Paartherapie

Wie läuft eine Sitzung ab?

Normale Therapiesitzungen dauern ca. 50 Minuten und finden einmal pro Woche statt. Es kommt aber auch vor, dass eine längere Dauer oder eine höhere wöchentliche Frequenz angebracht ist. In der ersten Sitzung findet normalerweise ein diagnostisches Vorgespräch statt. Dies hilft, einander kennen zu lernen und einen groben Therapierahmen abzustecken. In meiner Privatpraxis rechne ich ausschließlich mit privaten Krankenkassen sowie mit Zusatzversicherungen und als Selbstzahler.

Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Therapie?

Es gibt hier kein richtig oder falsch! Beide psychotherapeutische Richtungen haben ihre Daseinsberechtigung. Von Fall zu Fall empfiehlt sich eher die Verhaltenstherapie oder die tiefenpsychologische Therapie. In Kurzform kann der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und tiefenpsychologischer Therapie wie folgt beschrieben werden: Bei der Verhaltenstherapie wird sehr stark im hier und jetzt gearbeitet. Das heißt man betrachtet den jetzigen Status und nutzt diesen, um hieran die Ursachen zu erarbeiten. Man spricht manchmal auch von einer prozessuralen Psychotherapie. Es geht darum schnell die ersten Erfolge zu sehen, um den Leidensdruck zu senken. In den wöchentlichen Sitzungen werden dann Situationen aus der vorangegangen Woche analysiert. Es wird von mehreren Seiten beleuchtet und neu bewertet. Und gegebenfalls neu strukturiert. Man versucht neue Herangehensweisen zu probieren oder je nach Problem, neue Ersatzstrategien zu suchen. Stück für Stück werden so die Gedankenmuster verändert. Der Mensch lernt schnell, leider dauert das Verlernen um einiges länger. Mein Job als Therapeut ist, Ihnen aufzuzeigen, was verlernt werden sollte und wie das am besten funktioniert. Bei der tiefenpsychologischen Therapie bzw. dem tiefenpsychologischen Ansatz beginnt man mit der Betrachtung zurückliegender Ereignisse und sucht hier nach möglichen Ursachen für das heutige Störungsbild. Dies kann unter Umständen langwierig sein und einen durch viele anstrengende Gespräche führen. Verhaltenstherapie eignet sich besonders bei folgenden Problemen:

  • Depressionen (Belastungen, Erschöpfung, Lebenskrisen)
  • Stress / Burnout und berufliche Probleme (z.B. Mobbing)
  • Akute Krisensituationen nach belastenden Lebensereignissen (Trennungssituationen, Sinn- und Lebenskrisen, Beziehungsprobleme, Trauerproblematik)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen / traumatische Ereignisse (Posttraumatische Belastungsstörungen)
  • Konflikte in der Paarbeziehung (u.a. Umgang mit seelischen Verletzungen, Schwierigkeiten oder Unzufriedenheit in der Sexualität)
  • Ängste und Panik (Phobien, Panikattacken, soziale Ängste / Unsicherheiten, Prüfungsangst, anhaltende Sorgen und Ängste)

Die Abrechnung in meiner Praxis ist möglich über Private Krankenkassen oder Zusatzversicherungen oder als Selbstzahler.